Arbeitsvertrag oder Agenturvertrag?

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Unsere Arbeit zeigt, dass die Wahl des falschen Rechtsverhältnisses einer der riskantesten Fehler ist, die ein Unternehmer machen kann. Eine falsche Wahl kann später zu einer erheblichen Steuerlücke und einer Geldstrafe bei einer NAV-Prüfung führen. Unser Ziel ist es, Ihnen zu helfen, die grundlegenden Unterschiede zwischen den beiden Rechtsformen zu verstehen, damit Sie die sicherste und geeignetste Lösung wählen können.

Die klassische Form: das Arbeitsverhältnis

Dies ist die am weitesten verbreitete und streng geregelte Form der Beschäftigung in Ungarn, die durch das Arbeitsgesetzbuch geregelt wird. Die Parteien sind der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer, und ihr Rechtsverhältnis wird in einem Arbeitsvertrag geregelt.

Seine wichtigsten Merkmale sind:

Unterordnung und Unterstellung: Der Arbeitgeber bestimmt die Aufgaben, den Ort und die Zeit der Arbeit. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, die Anweisungen des Arbeitgebers zu befolgen.

Bereitschaftspflicht: Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber während der vertraglich festgelegten Arbeitszeiten zur Verfügung zu stehen und für ihn zu arbeiten.

Der Arbeitgeber stellt die Mittel zur Verfügung: Das Unternehmen stellt die Mittel zur Verfügung (z. B. Laptop, Software, Büro).

Regelmäßiges Entgelt: Ein Arbeitnehmer erhält für seine Arbeit ein festes, regelmäßiges Entgelt (in der Regel monatlich).

Wann sollten Sie diese Form wählen?

Wenn Sie einen „klassischen” Mitarbeiter brauchen: jemanden, der ins Büro kommt (oder von zu Hause aus arbeitet, aber mit festen Arbeitszeiten), dessen tägliche Aufgaben von der Unternehmensleitung festgelegt werden und der ein fester Bestandteil des Tagesgeschäfts ist.

Die flexible Lösung: der Vertrag der Agentur

Diese Form wird nicht durch das Arbeitsgesetzbuch, sondern durch das Zivilgesetzbuch geregelt. Hier geht es nicht um Unterordnung und Unterstellung, sondern um eine zivilrechtliche Vereinbarung zwischen zwei gleichberechtigten Parteien - dem Auftraggeber und dem Auftraggeber -, die in einem Abtretungsvertrag festgehalten wird.

Seine wichtigsten Merkmale sind:

Subsidiäre Beziehung:
Der Beauftragte schließt einen Vertrag ab, um die Aufgabe zu erfüllen, nicht um verfügbar zu sein. Er führt die Aufgabe nach eigenem Ermessen und unabhängig aus.

Konzentration auf eine bestimmte Aufgabe: Der Agent übernimmt die sorgfältige Ausführung einer genau definierten Aufgabe (z. B. Entwicklung einer Website, Durchführung einer Marketingkampagne).

Verwendung eigener Werkzeuge: Der Treuhänder arbeitet in der Regel mit seinen eigenen Werkzeugen.

Provision: Die Vergütung ist eine Vergütung für die Erfüllung der Aufgabe, kein reguläres Gehalt.

Wann sollten Sie sich für diese Lösung entscheiden?

Wenn wir einen externen, unabhängigen Experten benötigen, der ein bestimmtes, genau definiertes Projekt oder eine Aufgabe ausführt. Zum Beispiel einen Grafikdesigner, der ein Logo entwirft, einen Rechtsanwalt, der einen Vertrag ausarbeitet, oder einen IT-Spezialisten, der ein System implementiert.

Die größte Gefahr: das Scheinarbeitsverhältnis

Das größte Risiko besteht, wenn versucht wird, eine Tätigkeit, die eigentlich ein Arbeitsverhältnis ist, über einen Leiharbeitsvertrag abzuwickeln, typischerweise in der Hoffnung auf eine geringere Steuerbelastung. Dieses Phänomen wird als Scheinarbeitsverhältnis bezeichnet und ist eine Priorität für den NAV.

Bei einer Inspektion prüft die Behörde nicht, wie der Vertrag heißt, sondern den tatsächlichen Inhalt, d. h. die tatsächlichen Umstände, unter denen die Arbeiten ausgeführt werden. Die wichtigsten Aspekte, die geprüft werden, sind:

Wer gibt die Anweisungen für die täglichen Aufgaben?

Wer bestimmt die Arbeitszeiten und den Arbeitsort?

Mit wessen Ausrüstung wird die Arbeit durchgeführt?

Stellt der Auftraggeber regelmäßig nur einem Auftraggeber Rechnungen aus?

Ist die Vergütung regelmäßig und fest, ähnlich wie ein Gehalt?

Wenn die Antworten auf ein Arbeitsverhältnis hindeuten, wird der NAV das Rechtsverhältnis neu einstufen und dem Unternehmen rückwirkend nicht bezahlte Steuern und Beiträge sowie eine erhebliche Geldstrafe auferlegen.

Die Wahl des richtigen Rechtsverhältnisses ist nicht nur eine administrative, sondern auch eine ernsthafte finanzielle und rechtliche Frage. Ein falsch abgeschlossener Vertrag kann Jahre später Probleme verursachen, die die Stabilität des Unternehmens untergraben können. Wir raten immer dazu, die Form des Vertrags an die tatsächlichen Arbeitsbedingungen anzupassen und nicht andersherum.

Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie die oben beschriebenen Überlegungen berücksichtigen. Weist eine Tätigkeit die klassischen Merkmale einer abhängigen Beschäftigung auf, so ist der sichere und richtige Weg in jedem Fall die Begründung eines Arbeitsverhältnisses.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welches Formular das richtige ist, oder wenn Sie Hilfe bei Steuer- und Lohnbuchhaltungsaufgaben im Zusammenhang mit verschiedenen Rechtsverhältnissen benötigen, wenden Sie sich bitte an uns. Wir können Ihnen helfen, sich im Labyrinth der Gesetzgebung zurechtzufinden und die geeignetste und sicherste Lösung für Ihr Unternehmen zu finden.

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